ULA-Führungskräfte-Dialog (digital)
mit Harald Nikutta, Control Risks, Partner und Geschäftsführer
9. September 2020, 14:00 bis 15:00 Uhr

Ganz im Zeichen des Unerwarteten stand der dritte Führungskräfte-Dialog der ULA. Harald Nikutta, Deutschlandchef der führenden Beratung für operatives Risikomanagement Control Risks, zeigte auf, wie Führungskräfte auch in der Krise handlungsfähig bleiben. Damit Krisen auch Chancen bieten können, so Nikutta, müssten Führungskräfte Unsicherheiten anerkennen, gängige Annahmen hinterfragen und dazu vor allem die passenden Fragen stellen. Hier und im Tun sei es Vorbild, das wirke.

Das Unerwartete sei von Bedeutung, weil die Auswirkungen entsprechender Ereignisse am Ende in den Finanzdaten abgebildet werden und weil damit verbundene Themen Unternehmen sehr oft lange beschäftigten. In manchen Fällen müssten sogar Aufsichtsgremien dauerhaft ihre Agenda entsprechend danach ausrichten. Der Umgang mit Unerwartetem setze laut Harald Nikutta verschiedene Fähigkeiten voraus, die von Erkennen bis Entscheiden reichten. Schließlich ginge es gerade für Führungskräfte darum, die hinter den Risiken liegenden Chancen zu erkennen und anstelle eines „weg von“ ein „hin zu“ zu entwickeln.

Um ein Beispiel für die Ableitung von Risiken und Chancen aus geopolitischen Entwicklungen zu skizzieren, wurden die Teilnehmer per Kurzumfrage gebeten, aus fünf aktuellen Themen eines zu wählen. Zu diesem Thema „Europa nach der Ära Merkel“ gab Chefanalyst Dr. Florian Otto die spannende Einschätzung, dass Europa die erfahrene Vermittlerrolle fehlen und so zunehmender Separatismus Europa mehr beschäftigen werde. Für Unternehmen böte dies allerdings die Chance, sich der Regionalisierung aktiv zu stellen. Die Präsentation und eine Zusammenfassung des gesamten Vortrags erhalten Interessierte über die ULA-Geschäftsstelle.

ULA Führungskräfte-Dialog mit Harald Nikutta, Geschäftsführer Control Risks Deutschland – Graphic Recording von Lorna Schütte