Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey hat in Berlin fünfzehn ehrenamtliche Kommunalpolitikerinnen für ihr besonderes politisches und zivilgesellschaftliches Engagement mit dem Helene Weber-Preis 2020 ausgezeichnet.

Die Verleihung fand in den Bolle Festsälen in Alt-Moabit im Rahmen einer feierlichen Urkundenübergabe statt. Die Veranstaltung wurde von Dr. Helga Lukoschat der Vorsitzenden der EAF Berlin moderiert. Die Preisträgerinnen setzen sich für den kommunalpolitischen Nachwuchs sowie die Vielfalt in der Kommunalpolitik ein und stellen Vorbilder für potenzielle Kommunalpolitikerinnen dar. Anliegen des Preises ist, die Kommunalpolitik als „Basis der Demokratie“ zu stärken und mehr Frauen für kommunalpolitische Mandate zu gewinnen.

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey betonte: „Mit dem Helene Weber-Kolleg und dem Helene Weber-Preis stärken wir konkret Frauen in der Politik. Die Preisträgerinnen werden andere Frauen ermutigen, es ihnen gleich zu tun und sich zu engagieren. Doch auch die Parteien sind bei diesem Thema gefragt. Sie müssen sich noch stärker bei der Gewinnung von Frauen für politische Ämter engagieren und die Frauen dabei unterstützen, neben ihren ganzen anderen Verpflichtungen Zeit für die politische Arbeit zu finden.“

Mit dem Helene Weber Preis 2020 werden ausgezeichnet (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Dr. Christine Finke, 54 Jahre, Buchautorin,  Kolumnistin und Bloggerin, Betreiberin des Blogs “Mama arbeitet”, parteilose Stadträtin aus Konstanz
  • Afra Gamoori, 30 Jahre, Lehrerin, jüngste Ratsfrau in Hannover, schul- und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion
  • Katja Glybowskaja, 40 Jahre, Diplom Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin, Stadträtin und Vorsitzende der SPD-Fraktion in Jena
  • Susanne Häcker, 46 Jahre, Magister Kulturwissenschaft und Geschichte, Industriekauffrau, wissenschaftliche Referentin eines MdL in Baden-Württemberg, Stadt- und Kreisrätin für Bündnis 90/Die Grünen in Reutlingen
  • Dr. Sandra Huber, 46 Jahre, promovierte Politikwissenschaftlerin, berufliche Tätigkeit im Bereich  Wissenschaftsmanagement, Stadträtin für Bündnis 90/Die Grünen in Pegnitz (Bayern)
  • Christine Jung, 38 Jahre, M.A. in internationales und europäisches Wirtschaftsrecht, Stadträtin für die SPD in Saarbrücken
  • Marion Overmöhle-Mühlbach, 51 Jahre, Fachhochschulreife, kaufmännische Geschäftsführung bei Mühlbach Naturstein, Ratsfrau der CDU in der Gemeinde Hohenhameln
  • Marion Prange, 55 Jahre, ehrenamtliche Bürgermeisterin von Ostritz (Sachsen), SPD-Politikerin, aktive Bekämpfung von rechtsextremistischen Veranstaltungen in ihrer Stadt
  • Silvia Rabethge, 58 Jahre, Diplom Journalistin, Referentin der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern im Bereich Landesmarketing, Stadtvertreterin der CDU in Schwerin
  • Lena-Christin Schwelling, 28 Jahre, berufliche Tätigkeit als Referentin in Public Affairs, Stadträtin in Ulm für Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied im Landesvorstand Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg
  • Heidi Terpoorten, 54 Jahre, Diplom Sozialpädagogin, Bezirks- und Kreisrätin in Dillingen an der Donau für Bündnis 90/Die Grünen
  • Ana-Maria Trasnea, 26 Jahre, Bezirksverordnete in Treptow-Köpenick für die SPD-Fraktion, Master in European Studies, in Rumänien geboren und aufgewachsen, seit 2007 in Deutschland
  • Annkathrin Wulff, 34 Jahre, 2 Staatsexamen für Geschichte und Deutsch auf Lehramt, Lehrerin für berufliche Schulen, Stadträtin in Pforzheim, SPD-Politikerin
  • Miro Zahra, 60 Jahre, Diplom-Grafikerin, Künstlerin und Kuratorin, Kreistagsmitglied für Bündnis 90/Die Grünen in Nordwestmecklenburg
  • Dr. Sarah Zalfen, 41, Stadtverordnete für die SPD in Potsdam, Vorsitzende des Ortsvereins SPD Potsdam

Der Helene Weber Preis wird bereits zum vierten Mal verliehen – inzwischen gibt es 65 Preisträgerinnen. Der Preis ist eine Säule des Helene Weber Kollegs, das als erste bundesweite und parteiübergreifende Plattform für kommunalpolitische engagierte Frauen initiiert wurde.

Helene Weber-Preis und Kolleg werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Projektträgerin ist die EAF Berlin.