Deutscher Führungskräftetag

Der DEUTSCHE FÜHRUNGSKRÄFTETAG des Deutschen Führungskräfteverbands ULA bietet gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Leitenden Angestellten und Führungskräften namhafter Unternehmen jährlich ein branchenübergreifendes Forum für den Austausch zu wichtigen Zukunftsfragen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Leadership.

Deutscher Führungskräftetag 2026

Wir laden Sie bereits heute ein, sich den Termin für das kommende Jahr vorzumerken. Der Deutsche Führungskräftetag 2027 findet am 17. Juni 2027 statt.

Wie Führung in Zeiten der Transformation gelingt – ein Rückblick auf den Deutschen Führungskräftetag 2026 der ULA in Berlin

Berlin, 20. Mai 2026. Künstliche Intelligenz, neue Arbeitsformen und anhaltender wirtschaftlicher Transformationsdruck verändern die Arbeitswelt nicht nur grundlegend, sondern auch in einem immer schnelleren Tempo. „Wir leben in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche, die Unternehmen, Führungskräfte und Beschäftigte gleichermaßen unter Druck setzen“, erklärte ULA-Präsident Roland Angst zum Auftakt der Veranstaltung.

Zugleich zeigt sich in den laufenden politischen Debatten um Arbeitszeit, höhere Sozialabgaben und eine Aufweichung des Kündigungsschutzes, wie schnell Arbeitnehmer- und Mitbestimmungsrechte hinterfragt werden, wenn die eigene Wettbewerbsfähigkeit in Frage steht. Für Führungskräfte bedeuten diese Entwicklungen immer öfter höhere Anforderungen, riskantere Entscheidungen, massiven Innovationsdruck – und gleichzeitig weniger Rückhalt, weniger Netto vom Brutto und unklare Zukunftsperspektiven.

Als Antwort auf diese Debatten setzte der Deutsche Führungskräfteverband ULA beim Deutschen Führungskräftetag 2026 ein klares Signal: Wettbewerbsfähigkeit und faire Arbeitsbedingungen dürfen kein Gegensatz sein. Wer mehr Leistung erwartet, muss auch verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, die Transformation ermöglichen.

Unter dem Motto „Mutig führen – Haltung zeigen – Zukunft prägen“ kamen in Berlin bereits zum vierten Mal Führungskräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um zentrale Zukunftsfragen zu diskutieren.

Neue Arbeitswelt, neue Regeln

Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Prof. Dr. Gregor Thüsing (Universität Bonn) mit einem Impuls zur arbeitsrechtlichen Zukunft der Leitenden Angestellten. „Das Führen von KI ist eine Aufgabe, die gerade leitenden Angestellten in der neuen Arbeitswelt zukommen wird. Sie sind diejenigen, die KI korrigieren dürfen.“, so Thüsing.

Welche politischen Rahmenbedingungen es für die neue Arbeitswelt braucht und wie wir diese auch in herausfordernden Zeiten mit einer starken Wirtschaft in Einklang bringen können, diskutierten Nicole Büttner (FDP), Steffen Kampeter (BDA), Esra Limbacher MdB (SPD) und Dr. Birgit Schwab (VAA). Sie sprachen über Spielräume für Innovation, das komplette Neudenken von KI-Prozessen und den Wert des Sozialen Dialogs in der Transformation.

Künstliche Intelligenz als Treiber der Transformation

Die digitale Transformation hat durch Künstliche Intelligenz die Qualität einer Disruption erreicht. „Um die KI so zu nutzen, dass wir von den Chancen profitieren – ohne durch Risiken Schaden zu nehmen – brauchen wir intellektuelle Neugierde und Weisheit.“, führte Prof. Dr. Eric Kearney (Universität Potsdam) aus. Dr. Annika von Mutius zeigte die praktischen Chancen von Künstlicher Intelligenz auf, die sie mit ihrem Unternehmen Empion in Personalentwicklung und Talentmanagement nutzt: „Wir sollten KI nicht primär als Bedrohung betrachten, sondern als Werkzeug zur Lösung struktureller Probleme.“


Impressionen vom Deutschen Führungskräftetag 2026

Qualifikation und Verantwortung

Vielen Fach- und Führungskräften ist bereits bewusst, dass sie sich weiterbilden müssen, um in der Transformation mitzuhalten. Aber was heißt das genau? Nach einem Überblick von Dr. Jörg Habich (Liz-Mohn-Stiftung) über die zentrale Rolle von Qualifizierung für eine erfolgreiche Transformation diskutierten vier Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen, wie sie sich ganz konkret auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten: Die grüne Bundestagsabgeordnete Katharina Beck sprach über politische Führung und Vertrauen, während Dr. Anke Henrici (Bayer AG) und Dr. Benjamin Koch auf den Umgang mit Unvorhersehbarkeit in Krisenzeiten und der Relevanz von Menschlichkeit in der Führung eingingen. Jannis Poestges ergänzte, wie wichtig die Vorbildfunktion von Führungskräften ist – bei Weiterbildung ebenso wie bei demokratischer Haltung.

In jedem Jahr ist es der ULA ein Anliegen, den Deutschen Führungskräftetag dazu zu nutzen, in den direkten Austausch mit den Teilnehmenden zu treten – dieses Jahr mit Deep Dives zu zentralen Themen aus der Führungspraxis: Sprecherausschussarbeit, neue Führungslust, Mitarbeiterbindung und der Umgang mit KI.

Innovation und Transformation
Wie Transformation und Innovation in unterschiedlichen Branchen gelingen kann – von Chemie und Pharma bis zur Tech-Branche und Startup-Förderung – und welche Rahmenbedingungen es dafür braucht, diskutierten Marc Biadacz MdB (CDU), Dr. Christoph Gürtler (VAA), Oliver Hartmann (Siemens), Denise Helwerth (CURIA) und Franziska Röhr (Gateway Factory). Sie waren sich einig: Innovation braucht Freiraum und Mut, das richtige Maß an Regulierung – und Umsetzung statt Ankündigungen.

Dipl.-Ing. Adrian Willig (Verein Deutscher Ingenieure) warf einen Blick auf die Bedeutung von Führung in Schlüsseltechnologien und die Rolle technischer Innovationen für die Zukunftsfähigkeit des Standorts aus Sicht der Ingenieurinnen und Ingenieure. „Offenheit für Technologien und ein grundlegendes Technologieverständnis werden zur Voraussetzung für Innovation und wirtschaftlichen Erfolg.“

Ralph Brinkhaus, ehemaliger Fraktionsvorsitzender und heutiger Sprecher für Digitales und Staatsmodernisierung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, blickte mit Optimismus auf die Zukunft, mahnte aber auch an: „Es liegt jetzt an uns, was wir aus unseren guten Grundlagen machen!“

75 Jahre ULA

Der Abend des Führungskräftetages war ganz dem 75-jährigen Jubiläum des Deutschen Führungskräfteverbands ULA gewidmet. In seiner Festrede würdigte ULA-Präsident Roland Angst die Entwicklung des Verbands als Stimme der Führungskräfte und als festen Bestandteil der arbeits- und wirtschaftspolitischen Debatten in Deutschland.

Die Arbeit der ULA wurde auch von ihrem europäischen Dachverband CEC European Managers gewürdigt. CEC-Präsident Maxime Legrand betonte zudem die Wichtigkeit eines geeinten Europas: „Europa ist nicht schwach. Es ist stark – aber noch immer zu fragmentiert. Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, wirtschaftliche Stärke, Talent und Geschichte in eine gemeinsame Richtung zu lenken – und in das Vertrauen, gemeinsam zu handeln.”

Aus der Perspektive des Fußballs blickte der ehemalige Fußballnationalspieler und Kapitän Arne Friedrich auf Teamgeist und Führung. Im Gespräch mit der Moderatorin Dr. Julia Kropf sprach er darüber, wie seine Fußballkarriere sein Verständnis von guter Führung bis heute prägt: „Gewinnen ist für mich keine Frage von Ego, sondern von Vertrauen. Führung heißt nicht, alles zu wissen, sondern Orientierung zu geben und Menschen auch unter Druck miteinander zu verbinden.“

Zum Abschluss des Abends würdigte auch Gitta Connemann MdB, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, die langjährige Arbeit des Deutschen Führungskräfteverbands: „Die ULA ist zu einer besonderen Organisation gewachsen. Sie baut Brücken zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Zwischen Führung und Menschlichkeit. Zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden.“

Ein Blick in die Zukunft

Der Deutsche Führungskräftetag 2026 zeigte deutlich: Ob wir in Deutschland auch künftig für unseren hohen Standard an Arbeitnehmerrechten und Wirtschaftskraft bekannt sein werden, hängt davon ab, ob es gelingt, Wettbewerbsfähigkeit, gute Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Verantwortung miteinander zu verbinden. Führungskräfte spielen dabei eine zentrale Rolle – als Gestalter, Vermittler und Brückenbauer, die ihre Teams fördern, qualifizieren und in eine wettbewerbsfähige Zukunft führen.

Der Blick richtet sich nun auf das kommende Jahr: Der nächste Deutsche Führungskräftetag findet am 17. Juni 2027 in Berlin statt.

Unsere Referentinnen und Referenten

  • Gitta Connemann MdB, Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Roland Angst, Präsident, ULA – Deutscher Führungskräfteverband
  • Ralph Brinkhaus MdB, ehem. Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Digitales und Staatsmodernisierung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Katharina Beck MdB, Sprecherin für Finanzpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
  • Marc Biadacz MdB, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales
  • Esra Limbacher MdB, Stellv. Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag und Co-Sprecher des Seeheimer Kreises
  • Nicole Büttner, Generalsekretärin, FDP
  • Maxime Legrand, Präsident, CEC European Managers
  • Florian Frank und Dr. Johannes Heiniz, Managing Directors, WTW
  • Arne Friedrich, Stiftungsgründer, Podcasthost und ehem. Nationalspieler
  • Dr. Christoph Gürtler, Konzernsprecherausschussvorsitzender, Covestro AG und ULA-Vizepräsident
  • Dr. Joerg Habich, Geschäftsführer, Liz Mohn Stiftung
  • Oliver Hartmann, Konzernsprecherausschussvorsitzender, SIEMENS AG
  • Denise Helwerth, Vorständin, CURIA e.V.
  • Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
  • Prof. Dr. Eric Kearney, Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Führung, Organisation und Personal, Universität Potsdam und Mitglied des wiss. Beirates der ULA
  • Dr. Benjamin Koch, Konzernsprecherausschussvorsitzender, Deutsche Lufthansa AG und ULA-Vizepräsident
  • Dr. Annika von Mutius, Mitgründerin und CEO, Empion und Vorstandsmitglied des KI Bundesverbands
  • Jannis Poestges, Capital Top 40u40, Leader for Democracy 2025, ACG Young Leader 2024, Führungskraft bei Netflix
  • Franziska Röhr, Director of Future Regulatory Demands, Gateway Factory
  • Dr. Birgit Schwab, 1. Vorsitzende, VAA – Fach- und Führungskräfte Chemie
  • Prof. Dr. Gregor Thüsing, Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit, Universität Bonn
  • Prof. Dr. Theresa Treffers,  TUM School of Management & Privatuniversität Schloss Seeburg
  • Prof. Dr. Jürgen Weibler, Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre, Personalführung und Organisation, FernUniversität Hagen
  • Dipl.-Ing. Adrian Willig, Direktor und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied, Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Unsere Pressemitteilung zum Führungskräftetag.

Impressionen der Vorjahre

Führungskräfte haben eine starke Stimme: Am 05. Juni 2025 verwandelte sich die Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin in den Schauplatz des dritten Deutschen Führungskräftetags der ULA. Unter dem Motto der „Zukunft gestalten – Weichen für morgen stellen“ versammelten sich hier Führungskräfte sowie Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um über zukunftsweisende Themen wie Prioritäten […]

Führungskräfte haben eine starke Stimme: Am 13. Juni 2024 verwandelte sich die Hessische Landesvertretung in Berlin in den Schauplatz des zweiten Deutschen Führungskräftetags der ULA. Unter dem Motto der „Führung mit Intelligenz“ versammelten sich hier Führungskräfte sowie Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um über zukunftsweisende Themen wie die Stärkung des Industriestandorts Deutschland, die Rolle […]

Führungskräfte brauchen eine starke Stimme: Führungskräftetag setzt Zeichen 11. Mai 2023 „Aufgabe der Führungskräfte in der Politik ist es, die Ziele zu definieren. Aufgabe der Führungskräfte in der Wirtschaft ist es, diese Ziele durch Umsetzung zu erreichen. Dafür brauchen wir Technologieoffenheit, Planungssicherheit und Marktwirtschaft“, erklärte ULA-Präsident Roland Angst zur Eröffnung des ersten ULA-Führungskräftetags am 11. […]