WirtschaftsWoche und Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte prämieren die beste Masterarbeit mit Wirtschaftsbezug

Die beste Masterarbeit mit Wirtschaftsbezug im deutschsprachigen Raum zu finden und auszuzeichnen war das Ziel des „Supermasters“. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde in der vergangenen Woche vom Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte und der WirtschaftsWoche an den Nachwuchsökonomen Florian Molder verliehen.

 Der „Supermaster“ soll die gesellschaftliche Bedeutung von Forschung und Lehre im Bereich der Wirtschaftswissenschaften stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen und Masterarbeiten mit gesellschaftlich relevanten Themen mehr Beachtung verschaffen. Das Interesse unter den Absolventen war groß: Bis Ende Februar wurden mehr als 180 Arbeiten eingereicht, die der Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte auf Relevanz, Aktualität, Innovationsgehalt und Nachhaltigkeit hin prüfte. Den Träger des Titels „Supermaster“ bestimmte am 04.07.2019 eine achtköpfige Jury unter dem Vorsitz von Beat Balzli, Chefredakteur der WirtschaftsWoche.

Der Preisträger Florian Molder untersuchte in seiner Masterarbeit mit dem Titel „Schichtwechsel auf der letzten Meile – Paketroboter und andere innovative Konzepte“, wie sich die Logistik bei Paketzustellern im Zusammenspiel von Robotern und Paketboten verbessern lässt. Gleichzeitig entwickelte er einen Algorithmus, der Zustellzeiten verkürzen und die Umweltbelastung durch Zustellfahrzeuge verringern könnte. „Einen realen Prozess verstehen, abbilden und mit Hilfe von Algorithmen optimieren“, so fasste der Absolvent der Friedrich-Schiller-Universität Jena das Anliegen seiner Studie zusammen. Damit brachte er das Forschungsinteresse der Wirtschaftswissenschaften an sich auf den Punkt.

Dazu bdvb-Präsident Malcolm Schauf, Professor für Allgemeine BWL an der FOM Hochschule Düsseldorf: „Alle zehn Kandidaten haben hervorragende Arbeiten geschrieben. Ein hoher wissenschaftlicher Anspruch war schließlich ein notwendiges Kriterium, um das Finale zu erreichen. In der Endausscheidung zählte dann letztlich auch die Fähigkeit, die Ergebnisse der Masterarbeit kurz, prägnant und überzeugend darzustellen. Das ist Florian Molder auf hervorragende Art und Weise gelungen.“

Zur inhaltlichen Relevanz von Molders Studie erklärte Malcolm Schauf weiter: „In Anbetracht des stetigen Wachstums des Onlinehandels ist die sogenannte letzte Meile von überragender Bedeutung. Gesteigerte Kundenerwartungen an die Liefergeschwindigkeit, Personalmangel, mit Lieferfahrzeugen verstopfte Straßen, verpestete Luft, zugestellte Gehwege, anhaltender Lärm, blockierte Einfahrten und Parkbuchten – all das sind Probleme, die gelöst werden müssen, und zwar im Interesse der Allgemeinheit. Vor diesem Hintergrund hat Florian Molder nicht nur ein mathematisches Modell entwickelt, um Routen zu optimieren. Seine Masterthesis zeigt vor allem, dass Ökonomie und Nachhaltigkeit sich nicht ausschließen.“

„In der nächsten Generation der Young Professionals stecken so viele Ideen für intelligente Lösungen drängender Probleme“, so WirtschaftsWoche-Chefredakteur Beat Balzli. „Alle Finalisten haben äußerst interessante Beiträge geliefert, Anstöße gegeben und neue Perspektiven eröffnet. Wir sind froh, dass wir ihnen und ihren Arbeiten mit unserem Wettbewerb eine Bühne geben konnten. Florian Molder gratulieren wir natürlich ganz besonders – er ist verdientermaßen der erste Supermaster geworden.“

Die Initiative „Supermaster“ wurde von der Deutschen Bank, Huawei und American Express unterstützt. Informationen zu allen Finalisten und ihren Arbeiten finden sich unter: award.wiwo.de/wfp/supermaster-2