Führung ist das Gegenteil von Verführung
Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt sollte uns als Führungskräfte nicht nur politisch beschäftigen.
Es stellt eine Frage, die weit über einen Wahlabend hinausgeht: Wer übernimmt Verantwortung, wenn einfache Antworten attraktiver werden als schwierige Lösungen?
Verführung verspricht Gewissheit.
Führung erklärt Zielkonflikte.
Verführung lebt von Zuspitzung.
Führung hält Widerspruch aus.
Verführung sucht Schuldige.
Führung übernimmt Verantwortung für das, was sie selbst verändern kann.
Gerade Fach- und Führungskräfte wissen, dass Wandel selten bequem ist. Sie müssen Entscheidungen treffen, wenn nicht alle Antworten feststehen, unterschiedliche Interessen zusammenbringen und trotzdem Orientierung geben.
Und sie wissen: Reformen brauchen keine Parolen, sondern eine belastbare Roadmap. Führung heißt, Reformen planbar zu machen und die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen. Diese Haltung braucht unsere Demokratie ebenso wie unsere Unternehmen.
Deshalb ist das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt auch ein Appell an diejenigen, die Verantwortung in Wirtschaft und Gesellschaft tragen: Bringt Euch ein. Mischt Euch ein. Überlasst den politischen Raum nicht denjenigen, deren Geschäftsmodell die Vereinfachung ist.
Eine offene Gesellschaft, ein wettbewerbsfähiger Standort und ein starkes Europa sind keine Selbstläufer. Sie brauchen Menschen, die bereit sind, für sie Verantwortung zu übernehmen. Demokratie braucht keine besseren Verführer. Sie braucht Menschen, die führen.
Dafür stehen wir als Deutscher Führungskräfteverband ULA e.V.
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