Leadership Insiders: Employee Experience – Fakten und Folgen

Im Rahmen der Kooperation zwischen ULA und Leadership Insiders empfehlen wir Ihnen die Lektüre eines neuen, kompakten Beitrags  zum Thema “Charismatische Führung”.

 Zusammenfassung:

Die Employee Experience ist heute ein vielfach anzutreffendes Schlagwort, dessen inhaltliche Auffüllung weit hinter der wachsenden Popularität des Konzepts zurücksteht. Angelehnt an die Customer Experience aus dem Marketing geht es um das Gesamtbild, welches Mitarbeiter und Führungskräfte durch vielfältige Berührungspunkte mit der Organisation und deren Produkten gewinnen. Dem hieraus resultierenden Mitarbeitererlebnis werden klare Auswirkungen bspw. auf das Engagement zugeschrieben. Es wird verdeutlicht, dass die Employee Experience eben nicht einfach eine aufzunehmende Zustandsgröße ist, sondern einem strategischen Gestaltungsimperativ unterliegt.

Leseprobe (Einleitende Absätze)

Das Buzzword „Employee experience“ ist gleichzeitig eine Aufforderung an Führungskräfte wie an das Personalmanagement, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein inspirierendes Arbeitserlebnis zu ermöglichen, anstatt Menschen in einem weithin einförmig und leblos gestalteten Prozess einzubinden. Wird, etwas martialisch formuliert, „die Schlacht um die Herzen und Köpfe der Mitarbeitenden“ (IBM 2017) gewonnen, seien beispielsweise so dringend herbeigesehnte Folgen für Engagement und Bindung zu erwarten. Nicht verwunderlich also, dass die Employee Experience bei den Major Trends gelistet ist. Leadership Insiders hat die wesentlichen Fakten und bewertet die Entwicklung.

Ein Experiment

Machen wir ein kleines „Experiment“: Jemand bittet Sie, kurz zu erzählen, warum Sie gerade in dieser Organisation arbeiten. Es reicht, den ersten grundlegenden Gedanken dazu zu formulieren.

Womit haben Sie angefangen? Ist es die Marktführerschaft, die Sie herausheben, ist es der tolle Geschmack des Bieres, das Ihr Unternehmen braut, sind es die zufriedenen Patienten, die gut versorgt nach Hause gehen oder ist es das Projekt, an dem Sie gerade arbeiten? Alles hat seine Berechtigung. Aber selten würden wir als erstes die Antwort hören:

„Es sind die grandiosen Menschen, die mich Stolz machen, dabei zu sein.“

Schade eigentlich, denn diese grandiosen Menschen in Organisationen ermöglichen erst, dass Höchstleistungen erbracht werden und sich der Spaß an der Arbeit einstellt.

Am ehesten ist mir eine solche Antwort bei Professional Service Firms und Wissenschaftlern begegnet. Als ich einen Manager von McKinsey einmal fragte, was seine Faszination ausmache, bei McKinsey zu arbeiten, antwortete er mir, dass es all die smarten Menschen sein, mit denen er jeden Tag arbeiten dürfe. Ein Kollege aus der Volkswirtschaft schwärmte von einem Forschungsaufenthalt an der University of Chicago, wo er sich den ganzen Tag über mit brillanten Köpfen über Geldpolitik austauschen könne.

Zufall? Vielleicht nicht, denn derlei Tätigkeiten sind extrem wissens- und erfahrungsgetrieben, immer noch gebunden vornehmlich an Einzelpersonen. Dort erkennt man die Bedeutung von Wissensträgern noch sehr deutlich. Wo sich dies nicht ganz so spektakulär nach vorne schiebt, wird dies leicht aus den Augen verloren. Letztendlich ist der Erfolg von Organisationen aber immer zum überwiegenden Teil an die Qualität ihrer Mitglieder geknüpft und daran, dass diese sich mit großem Engagement in das Alltagsgeschäft und bei Sonderaufgaben einbringen. Empirisch werden bei der Entwicklung des Engagements aber eher Stagnation und Rückschritt konstatiert (wie jüngst bei einer großen Studie wieder; Deloitte 2017).

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