Die Führungskräftevereinigung ULA trauert um ihren ehemaligen Präsidenten Dr. Hans Kern, der am 16. Dezember im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Kern stand zweimalig, von 1976 bis 1978 sowie von 1986 bis 1991, an der Spitze des Verbandes.

In dieser Zeit hat er sich bleibende Verdienste um den Verband und die leitenden Angestellten in Deutschland erworben. In seine erste Amtszeit fiel die Verabschiedung und Umsetzung des Mitbestimmungsgesetzes 1976. Den leitenden Angestellten wurde damit erstmals eine eigene Vertretung in den Aufsichtsgremien der mitbestimmten Unternehmen eingeräumt.

Die Forderung nach einer Verankerung der leitenden Angestellten in der Mitbestimmung war stets verbunden mit der zusätzlichen Forderung nach einer gesetzlichen Absicherung der betrieblichen Interessenvertretungsgremien, der Sprecherausschüsse. 20 Jahre lang haben ULA und ihre Mitgliedsverbände sich gemeinsam für deren gesetzliche Verankerung eingesetzt. Dieses lang verfolgte Ziel wurde in Hans Kerns zweiter Amtszeit als ULA-Präsident erreicht.

In Politik und Wirtschaft genoss Hans Kern stets hohes Ansehen und machte die ULA zu einem allseits geschätzten Gesprächspartner.

ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme: „Wir gedenken seines Engagements voller Respekt und mit Dankbarkeit. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie.“