FAZ: ULA warnt vor Beitragsschock für Fach- und Führungskräfte
30.06.2026 -Die Frankfurter Allgemeine Zeitung greift im Vorfeld des Koalitionsausschusses die Warnung des Deutschen Führungskräfteverbands ULA als Aufmacher des Wirtschaftsteils auf, wonach ein Beitragsschock für Fach- und Führungskräfte droht.
Die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten steuerlichen Entlastungen würden durch die diskutierten kräftigen Mehrbelastungen im Bereich der Sozialabgaben zunichte gemacht.
„Wer Leistungsträger gleichzeitig an mehreren Stellen stärker belastet, gefährdet Akzeptanz, Leistungsbereitschaft und den Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagte ULA-Präsident Roland Angst der FAZ.
Ein konkretes Bild davon liefere die ULA, die eine Serie detaillierter Beispielrechnungen erstellt hat, berichtet die FAZ. Diese zeigten für vier typische Beschäftigte aus Gehaltsklassen von rund 75.000 bis gut 100.000 Euro im Jahr, welche zusätzlichen Abzüge jetzt schon drohen. Eine Beispielperson sei Maschinenelektroniker mit 75.631 Euro brutto in diesem Jahr. Dieser müsse sich demnach schon für das Jahr 2027 auf zusätzliche Abzüge von 864 Euro für Arbeitnehmer-Sozialbeiträge einstellen; zusammen mit dem Arbeitgeberbeitrag werden es 1728 Euro im Jahr.
Die ULA wolle ihren Alarmruf keineswegs als Veto gegen die geplante große Rentenreform verstanden wissen, so die FAZ. Diese sei „richtig und notwendig“, auch wenn sie Fach- und Führungskräfte in den kommenden Jahren erheblich belaste, wie Präsident Angst betone. Umso mehr spreche jetzt aber gegen höhere Bemessungsgrenzen, wie sie mit Krankenkassen- und Pflegereform vorgesehen seien.
Der gesamte FAZ-Artikel ist in der Print-Ausgabe vom 30. Juni 2026 auf Seite 17 zu finden sowie online (FAZ+ Artikel).



