Der Europäische Dachverband der ULA, die CEC-European Managers in Brüssel, hat mit dem European Managers Panel (EMP) von den Erfahrungen des ULA-Manager Monitors profitiert und dessen Konzept auf 15 Mitgliedstaaten der EU übertragen.

Damit wurden nun erstmalig rund 1.250 repräsentativ ausgewählte Führungskräfte aus den wichtigsten Ländern der EU zu aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen befragt.

Die jüngste Umfrage thematisierte die Erwartungen der Führungskräfte angesichts der aktuellen Herausforderungen der EU durch die Flüchtlingskrise, die Finanzkrise und die Bedrohung durch den islamischen Terrorismus:

Tiefes Vertrauen in das europäische Projekt

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass die Führungskräfte grundsätzlich ein tiefes Vertrauen in das europäische Projekt als solches haben.

Führungskräfte wissen um die Bedeutung der EU für die wirtschaftliche Entwicklung aller Mitgliedstaaten. Allerdings haben die jüngsten Krisen und Bedrohungen durchaus auch Auswirkungen auf ihre allgemeine Zuversicht.

Europäische Führungskräfte sind sehr besorgt über die Flüchtlingskrise und den islamischen Terrorismus. Sie sehen das Potential, dass die bislang ungelöste Flüchtlingskrise die Grundfesten Europas gefährdet.

Was die europäische Wirtschaft anbelangt, scheinen die Manager über die Auswirkungen des Spar- und Konsolidierungskurses „gemischte Gefühle” zu haben. Die Befragten sind fast gleichmäßig aufgeteilt zwischen denen, die die Sparpolitik kritisch sehen und denjenigen, die eher die positiven Ergebnisse zu schätzen wissen.

Bedenkt man, dass die Teilnehmer der Umfrage teilweise aus den von der Wirtschaftskrise hart getroffenen südlichen EU-Mitgliedstaaten und zum anderen Teil aus den wirtschaftlich eher prosperierenden nordischen Ländern kommen, so erstaunt die unterschiedliche Sichtweise nicht. Leider ist es aus technischen Gründen noch nicht möglich, die Antworten zwischen den teilnehmenden Ländern zu schichten, um für diese Aussage einen exakten Nachweis zu liefern.