Der Dachverband der deutschen Führungskräfteverbände ULA sieht anlässlich des 100. Geburtstages der deutschen Betriebsverfassung in der Mitbestimmung einen entscheidenden Faktor für den Erfolg unseres Wirtschaftsstandortes. „Um den konstruktiven und partnerschaftlichen Umgang zwischen den Arbeitgebern und den Arbeitnehmervertretungen beneiden uns viele Nachbarn, nicht nur in Europa“, sagte ULA-Präsident Dr. Roland Leroux anlässlich des runden Geburtstages. Die ULA als politische Stimme der Führungskräfte in Deutschland sehe sich als Partner in der deutschen Mitbestimmungslandschaft. Zur Betriebsverfassung zählten auch die parallel zu den Betriebsräten gewählten Sprecherausschüsse als Vertreter der Leitenden Angestellten. „Durch das Sprecherausschussgesetz als wichtiger Teil der Mitbestimmung sei es erfolgreich gelungen, obere Führungsebenen großer Unternehmen in das System der kollektiven Interessenvertretung einzubeziehen“, so Leroux.

Die praktizierte Mitbestimmung hat entscheidend dazu beigetragen, das gegenseitige Verständnis der Betriebsparteien füreinander zu befördern. Sie stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und wirkt jenen populistischen Kräften entgegen, die unsere Gesellschaft auseinandertreiben wollen. „Ich kann aus meiner jahrzehntelangen Erfahrung als Mitglied des Sprecherausschusses nur Gutes über das Miteinander mit den Betriebsräten berichten“, erklärte Leroux. Dies gilt gleichermaßen für die Arbeitgeber, der die Betriebsparteien aktiv einbinden. „Natürlich gibt es nach so langer Zeit und vor dem Hintergrund einer immer dynamischeren Transformation hin zu einer globalisierten, digitalen und nachhaltigen Wirtschaft hier und da auch Verbesserungsbedarf“, erklärt der Führungskräftepräsident. „Darüber sollten wir offen und unvoreingenommen sprechen. Im Kern jedoch ist das bestehende System ein großer Erfolg. Allen, die sich dafür eingesetzt haben, gilt unser Dank!“