Neue App für familienfreundliche Unternehmen

Ob Dienstreise, Kita-Schließtag oder ein krankes Kind – die Koordination von beruflichen Terminen und Kinderbetreuung ist aufwendig und kostet Eltern und Unternehmen Zeit und Geld. Nun wurde eine App für familienfreundliche Unternehmen entwickelt, mithilfe derer berufstätige Eltern den Abstimmungsaufwand für Kinderbetreuung während der Arbeitszeit um 30 Prozent reduzieren können.

Ein interessantes Tool insbesondere für Führungskräfte in der Familienphase, denen im Alltag viel Flexibilität zwischen Kindern und Karriere abverlangt wird. Analysen zufolge kostet die Koordination von Kinderbetreuung per WhatsApp während der Arbeitszeit Unternehmen durchschnittlich 1.280 Euro im Jahr pro Mitarbeiter. Einen Ausweg bietet die neue App „DigiSitter“. Als Software-as-a-Service-Angebot für Unternehmen kombiniert DigiSitter eine mobile App für berufstätige Eltern mit einem Dashboard für die Personalabteilung. Die App erlaubt Eltern Kinderbetreuung rund um die Uhr – auf einen Blick und einen Klick statt der bisherigen zeitraubenden Koordination zwischen Kalender, WhatsApp, Telefon und Todo- Liste. Die App vernetzt Eltern mit ausgewählten Familienmitgliedern, Freunden und Babysittern – dem sogenannten A-Team.

DigiSitter funktioniert wie ein smartes Doodle für Kinderbetreuung. Eine Kalenderansicht zeigt: Welches Zeitfenster wird von wem abgedeckt? Wann muss Betreuung organisiert werden? Aus der App heraus können Anfragen um Unterstützung an das Netzwerk verschickt werden, die Rückmeldungen erscheinen im Kalender. Wenn gewünscht, ist eine Synchronisierung mit dem Kalender der Eltern möglich.

Ein Monitoring der Vereinbarkeit und Interaktion mit den beschäftigten Eltern wird über das HR-Dashboard ermöglicht. Über ein Content-Management-System können Informationen für berufstätige Eltern und bestehende Angebote im Unternehmen zielgerichtet an Eltern in unterschiedlichen Lebensphasen  kommuniziert werden. Über die App können auch Beschäftigte ohne Intranetzugang und in Elternzeit erreicht werden. Zusätzlich können die beschäftigten Eltern
Kindernotbetreuung kurzfristig digital buchen

Entwickelt wurde die App von einem jungen Berliner Start-up. Gründerin Dr. Katharina Schiederig ist selbst Mutter von zwei Kindern: „Ich habe schon länger nach digitalen Tools gesucht, um meine Termine als Trainerin und Unternehmensberaterin für den ULA-Mitgliedsverband ‚EAF Berlin – Diversity in Leadership‘ besser abzustimmen.“ Als Leiterin des Projekts „Flexship: Flexible Arbeitsmodelle für Führungskräfte“ befragte Schiederig 2015/16 gemeinsam mit der ULA im Führungskräftemonitor gut 800 Führungskräfte zu ihren Erfahrungen und Anliegen. Auch diese Studie bestätigte, dass Teamkommunikation und Terminabstimmung zentrale Erfolgsfaktoren sind: Dies war schließlich der Startschuss zu DigiSitter. Gemeinsam mit zwei Softwareentwicklern machte sich Katharina Schiederig auf den Weg. Eine wichtige Unterstützung war die Förderung durch den Vodafone Accelerator for Female Empowerment FLANE, dem ersten europäischen Programm für Tech-Gründerinnen mit Sitz in Berlin. Aktuell sucht DigiSitter nach innovativen Unternehmen, um die Software mit Partnern in der Pilotphase zu testen.

Weitere Informationen gibt es unter www.digisitter.com.