Wie wollen die Menschen in Zukunft wirtschaften? Welche Schlüsse können aus dem Umgang mit der Coronapandemie für die Klimakrise gezogen werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das neu erschienene VAA-Jahrbuch „Marktwirtschaft und ökologische Transformation“.

Fundiert recherchierte Analysen im Jahrbuch zeigen auf, wie und warum die bisherige Art des Produzierens und Konsumierens die natürlichen Lebensgrundlagen des Planeten, aber auch Freiheit und Wohlstand bedrohen. Zu Wort kommen unter anderem der Verband der Chemischen Industrie (VCI) und namhafte Unternehmen aus der Chemie wie Bayer, Covestro, Lanxess und Boehringer Ingelheim. Herausragende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sind mit Gastbeiträgen vertreten, darunter Claudia Kemfert, Michael Hüther, Peter Graf Kielmansegg, Klaus Töpfer, Ralf Fücks, Peter Hennicke, Özden Terli, Sabine Nallinger und Hans Joachim Schellnhuber. Neben der Europäischen Kommission und der Bundesregierung äußert sich auch Peter Kardinal Turkson aus dem Vatikan zum Streben nach mehr Nachhaltigkeit.

VAA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Kronisch hält angesichts der ehrgeizigen Klimaziele Chinas und seiner derzeitigen Marktführerschaft bei vielen klimarelevanten Technologien den europäischen Weg letztlich für den erfolgversprechenden: „Ich bin überzeugt, dass am Ende der marktwirtschaftliche Weg den größeren Fortschritt zur ökologischen Transformation schafft, weil er auf die unternehmerische Kraft jedes Einzelnen und damit auf den besten Motor für Veränderungen setzt. Diese Veränderungen müssen innerhalb guter Rahmenbedingungen erfolgen und die garantiert der Staat.“ Kronisch begrüßt, dass die Europäische Kommission mit ihrem European Green Deal die Marktwirtschaft auf mehr Nachhaltigkeit ausrichtet. Zudem verweist er auf die Aktivitäten zahlreicher Unternehmen in der chemischen Industrie, die jetzt auch Sozialkapital und Naturkapital in die Bilanzen einbeziehen wollen. Andere wiederum wollen die Kreislaufwirtschaft als gesamtgesellschaftliches Großprojekt realisieren. „Damit das gelingt, müssen Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Industrie an einem Strang ziehen. Und der Staat ist gefordert, für ein gutes Ordnungsrecht zu sorgen“, so Kronisch.