Wer Gleichstellung ernst nimmt, muss bei der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen ansetzen

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Am 8. März ist Weltfrauentag. Die Gleichstellung der Geschlechter und die Durchsetzung von Frauenrechten sind Bedingungen einer sozial gerechten und demokratischen Gesellschaft. Trotzdem zeigen die Zahlen des aktuellen „Global Gender Gap Report“ des Weltwirtschaftsforums:

In keinem Land der Erde ist Gleichstellung erreicht. Erst in 217 Jahren, so prognostiziert der Bericht, werden Frauen und Männer weltweit gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, wenn es beim aktuellen Reformtempo bleibt.

„Auch in der deutschen Gleichstellungspolitik gibt es noch einiges zu tun, ganz besonders, was die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen betrifft.“ resümiert Uta Zech, Präsidentin des BPW Germany. „Die deutsche Lohnlücke stagniert bei 21 Prozent. Zehn Tage nach dem Internationalen Frauentag fordern die Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. beim Equal Pay Day mit Aktionen in ganz Deutschland gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit. Außerdem setzen wir uns für eine Ausweitung der Quote und Parität in den Parlamenten ein. Dafür braucht es auch gleichstellungspolitische Gesetze.“

Als symbolträchtiges Datum erinnert der Internationale Frauentag jedes Jahr an politische und wirtschaftliche Unterrepräsentanz von Frauen. Das Datum entbindet aber nicht von konkreten Schritten an den verbleibenden 364 Tagen des Jahres. Um den Weltfrauentag vom Forder- zum Feiertag zu machen, braucht es mehr als nur einen Beschluss eines Abgeordnetenhauses wie kürzlich in Berlin. Dort ist der 8. März in diesem Jahr erstmals arbeitsfrei.