Das Bewusstsein für Geschlechtergleichstellung in Forschung und Innovation zu fördern, war Ziel der ersten Gender- und Diversity-Konferenz des Human Brain Projects (HBP), die am 9. März an der Universidad Politécnica de Madrid stattfand.

Das Human Brain Project vereint europaweit Forscher*innen, die verstehen wollen, wie das menschliche Gehirn arbeitet. Die EAF Berlin berät im Projekt zu Fragen der Gleichstellung und zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Hierzu hat die EAF u.a. einen Gender-Aktionsplan entwickelt, der auf der Konferenz von Dr. Katharina Schiederig vorstellt wurde. Ebenso diskutierte sie praktische Umsetzungsinstrumente mit renommierten internationalen Expert*innen aus Wissenschaft und Forschung. Darüber hinaus tauschten sich die rund 70 Teilnehmer*innen der Konferenz in drei parallelen Workshop-Sessions zu den Themen Netzwerke, Führung und Gender in der Wissenschaft aus.

Ein Schlüsselthema der Konferenz war außerdem der Einfluss von Gender-Aspekten auf Innovation und Entwicklung. So stellte etwa Londa Schiebinger, University of Stanford, eine Studie vor, die zu dem Ergebnis kommt, dass es einen Unterschied macht, ob man männliche oder weibliche Mäuse für Studien nutzt und dass die Versuchstiere weniger Schmerzempfinden zeigen, sobald eine männliche Person im Laborraum ist – sie riechen männliche Hormone. All dies macht einen Unterschied. „Gender and sex matter“ – und zwar ebenso auf der Versuchsebene wie auch in der Besetzung von Forschungsteams. Denn gemischte Teams sind überdurchschnittlich erfolgreicher als heterogene Forschungsgruppen.

Im Vorfeld der Konferenz lud die EAF Berlin zusammen mit dem Education-Team des HBP angehende Wissenschaftlerinnen zu einem Karriere-Workshop ein. Ulrike Völger und Dr. Katharina Schiederig zeigten den 15 Teilnehmerinnen, wie wichtig Selbstmarketing und Netzwerke für eine Karriere in der Wissenschaft sind.

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