Die Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände ULA (United Leaders Association) fordert die Parteien auf, sich im Wahlkampf stärker auf die inhaltliche Auseinandersetzung zu konzentrieren. „Noch immer prägt das persönliche Verhalten der Kandidatinnen und Kandidaten die Debatte. Nicht nur die Führungskräfte erwarten konkrete Antworten auf die zentralen Fragen unserer Zeit: Wie kann Deutschland fit für die Herausforderungen des Klimaschutzes, der Digitalisierung und des demografischen Wandels gemacht werden?“ mahnt ULA-Präsident Roland Angst.

Die Führungskräfte seien diejenigen, die die notwendigen Veränderungen aktiv gestalten und umsetzen müssen. „Wir brauchen einen anspruchsvollen Fahrplan für die Zukunft und kein Schaulaufen. Kanzlerin oder Kanzler zu sein, bedeutet, Orientierung zu geben und Ziele zu formulieren“, sagt der Führungskräftepräsident. Die Bürger und Unternehmen hätten ein Anrecht darauf, zu erfahren, wie die wichtigsten Herkulesaufgaben in den nächsten Jahren zu bewältigen sind und was ihnen dies konkret abverlangen wird. „Ich hätte mir von den Kanzlerkandidaten im ersten Triell klarere Aussagen erwartet, wie wir uns auch in Zukunft einen vorderen Platz im globalen Wettbewerb sichern können“, so Angst. Nur so könnten die zahlreichen Umverteilungsideen auch bezahlt werden.

Um den Blick auf die inhaltliche Auseinandersetzung zu lenken, hat die ULA Wahlprüfsteine mit zentralen Anliegen und Forderungen der Führungskräfte an die Parteien verschickt, die offene Ohren für die Belange der Führungskräfte haben. Ziel ist es, den 70.000 Fach- und Führungskräften in den 17 ULA-Mitgliedsverbänden eine bessere Orientierung zu den Standpunkten der einzelnen Parteien in den acht Themenfeldern Soziale Marktwirtschaft, Arbeit, Chancengleichheit, Steuern, Soziales, Mitbestimmung, Industriestandort und Europa zu ermöglichen. Die Antworten werden auf den Webseiten der ULA bereitgestellt.

https://www.ula.de/ula-wahlpruefsteine-zur-bundestagswahl-2021

 

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